Neurodiversity is a Competitive Advantage

Einzelne Unternehmen haben begonnen ihre HR Prozesse so zu adaptieren, dass sie auch neurodiverse Talente aufnehmen können, also Menschen, deren Gehirn anders funktioniert als beim Durchschnitt. Motivation ist dabei eine rein wirtschaftliche: „Innovation calls on firms to add variety to the mix—to include people and ideas from “the edges”. Having people who see things differently and who maybe don’t fit in seamlessly helps offset our tendency, as a big company, to all look in the same direction,” wird darin SAP zitiert, die schon seit einigen Jahren Personen mit Autismus aktiv rekrutieren. Hewlett Packard oder Microsoft sind weitere Beispiele von Unternehmen, die sich nicht mehr auf „normale“ KandidatInnen verlassen wollen. Erste Ergebnisse einer Untersuchung aus Australien zeigen, dass Teams mit Software-Testern mit Autismus um 30% produktiver als andere Teams sind. Skalierbare und standardisierte HR Prozesse, die für möglichst viele BewerberInnen geeignet sind, herrschen in Großkonzernen naturgemäß vor. Genau diese Prozesse führen jedoch dazu, dass Querdenker*innen einen klaren Nachteil haben. Ein Beispiel dafür sind Interview-basierte Auswahlprozesse, die für introvertierte oder Fakten-fokussierte Persönlichkeiten oft nicht geeignet sind. Menschen mit Autismus, genauso wie viele andere Talente, sollten ihr Können demonstrieren. Gerade in IT und Technik ist aufgrund des Talente-Mangels ein Umdenken bereits im Gange. HR Verantwortliche haben erkannt, dass Standard-Prozesse nicht mehr erfolgsversprechend sind. Specialisterne hat seit Jahren Erfahrung, wie man neurodiverse BewerberInnen rekrutiert und die geeigneten Einsatzbereiche identifiziert. Dieser Ansatz, auch bekannt als Dandelion-principle (Löwenzahn-Prinzip), ist nicht nur für Menschen mit Autismus geeignet, sondern leicht auf andere Bewerbergruppen umlegbar.