Anders, aber besser

Ein Artikel im Harvard Business Manager

Logik und Formeln

Die Autoren Robert D. Austin und Gary P. Pisano stellen in ihrem Artikel zunächst „John“ vor – ein Genie in Sachen Datenanalyse mit zwei Masterabschlüssen, der dennoch zwei Jahre arbeitslos war. Er sprach mit verschiedenen Unternehmen, die verzweifelt nach Leuten mit seinen Talenten suchten – und doch wurde er nie eingestellt. Weil er „irgendwie anders“ ist. John ist eine Kunstfigur, die Eigenschaften von mehreren realen Personen vereint – Menschen mit einer sogenannten Autismus-Spektrum-Störung. Viele sogenannte „Störungen“ wie Autismus oder Legasthenie gehen oft mit besonderen Fähigkeiten in den Bereichen Mustererkennung, Gedächtnisleistung und Mathematik einher.

Obwohl diese Menschen also teilweise hervorragende Leistungen erbringen können, bekommen sie wegen herkömmlicher Vorstellungsgespräche und der Ansicht, skalierbare Arbeitsabläufe erforderten absolute Konformität, erst gar nicht die Chance dazu. Mittlerweile gehen Unternehmen wie SAP, Hewlett Packard Enterprise, Microsoft, Willis Towers Watson oder Ernst & Young dazu über, ihre HR-Praktiken zu ändern, um von den Fähigkeiten neurodiverser Menschen zu profitieren.

Der Artikel endet mit den Worten: „Um in den Genuss dieser Vorteile zu kommen, müssten die meisten Unternehmen ihre Auswahl- und Einstellungskriterien auf eine breitere Definition von „Talent“ ausrichten.“ Dem ist nichts hinzuzufügen – außer, dass es Organisationen wie Specialisterne gibt, die Erfahrung mit Menschen mit Autismus haben und zeigen können, wie es gelingen kann, deren Talente auch zum Zug kommen zu lassen.